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Aspekte

Malerei – Zeichnung – Skulptur – Fotografie


GALERIE WALKER
 20.05 - 01.10.2017

 



 



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Alter Pfarrhof , Foto © BDA

Irene Andessner
Xenia Hausner
Gudrun Kampl
Kiki Kogelnik

Und andere Künstler und Künstlerinnen

Der liebevoll von der Familie Walker restaurierte kleine Pfarrhof aus dem Jahre 1757 in Saak bei Nötsch wird 2017 für die Präsentation zeitgenössischer österreichischer Kunst geöffnet.

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iki Kogelnik, Antique Head, 1994 (c)Galerie Walker


Im Zentrum von der ersten Ausstellung mit dem Titel „Aspekte“ steht vor allem das Wirken von Künstlerinnen, deren Arbeiten eine große Vielfalt von künstlerischen und thematischen Fragestellungen beinhalten. Es geht dabei immer wieder um weibliche Identität, wie bei Irene Andessner (*1954), die gerne Rollen berühmter Künstlerinnen erarbeitet und sich im Werk „Madonna del Arte“ in eine Madonnenfigur („Virgen del Arte“, Madonnen in Malaga) verwandelt.
Auch Xenia Hausners (*1951) handbearbeitete Pigmentdrucke zeigen immer wieder Mädchen- und Frauengesichter, die, oft ausschnitthaft, fein und präzise gearbeitet sind und mit unterschiedlichen Dingen des Alltags oder Naturelementen in eine oftmals hintergründige Verbindung gebracht werden.
Auch Gudrun Kampl (*1964) ist im Pfarrhof mit verschiedenen Samtobjekten und Malerei vertreten. Neben der haptischen Sinnlichkeit des Materials entdeckt der Betrachter in ihren handgearbeiteten Objekten immer wieder Anspielungen auf die großen Themen der Menschheit wie Liebe, Erotik, Krieg und Tod.
In der Reihe der bedeutenden österreichischen Künstlerinnen darf hier die vielseitige Künstlerin Kiki Kogelnik (1935 – 1997) nicht fehlen; von ihr werden verschiedene Arbeiten gezeigt. Kogelnik bearbeitete feministische Themen mit viel Witz und Humor und entwarf in den 1970er Jahren ein Frauenbild, in dem weibliche Klischees immer wieder demontiert werden.
Neben den genannten Künstlerinnen und Künstlern sind im alten Pfarrhof noch weitere, verschiedene Positionen zu sehen.
Das diesjährige Thema des Nötscher Museums ist den „Künstlerinnen um den Nötscher Kreis“ gewidmet und ermöglicht ergänzend mit der Ausstellung im kleinen Pfarrhof eine inspirierende Zusammenschau von bedeutenden Frauen in der zeitgenössischen Kunst.

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Gudrun Kampl_Anna Neumann(in)_Íl auf Leinwand, 2017 (c) Galerie Walker

Kurze Legende zum Pfarrhof:

Der ehemalige Pfarrhof, welcher der spätbarocken Bauzeit zugeordnet werden kann, wurde im Jahr 1757 von der damaligen Herrschaft Wasserleonburg errichtet.
Das anliegende Wirtschaftsgebäude entstammt mit hoher Wahrscheinlichkeit dem 19. Jahrhundert.
Der alte Pfarrhof ist ein zweigeschoßiger, mit einem Walmdach gedeckter Bau, der laut Definition von Dehio ein „Rauchküchenhaus des 18. Jahrhunderts, weiters ein charakteristischer Haustyp des mittleren und unteren Gailtals“ ist.
Das Gebäude betritt man über eine mittig gelegene, zweiflügelige hölzerne Eingangstür über Steinstufen. Über dem Rundbogenportal, welches nach Süden ausgerichteten ist, befindet sich eine Tafel mit der Inschrift des Erbauers, Johann Andrä Semler Baron zu Scharfenstein, und die Jahreszahl 1757.
Das Innere des Gebäudes besticht mit Räumen, die mit Stuckdecken, Holzböden und Kaminöfen aus der Erbauungszeit ausgestattet sind. Weiters aus der spätbarocken Bauzeit sind Türblätter, Kastenschlösser und Wandverbauungen.

Im Jahr 2012 wurde das Denkmal von der Familie Walker erworben und in den darauffolgenden Jahren wurden die Fassade, Türen, Fenster, Holzböden und Stuckdecken des alten Pfarrhofs liebevoll saniert.
In diesen historischen Gemäuern wird zeitgenössische österreichische Kunst präsentiert.

Anfahrt zum alten Pfarrhof:
Sie fahren im Ort Nötsch über die Brücke, beim ADEG vorbei 400m Richtung Osten. Sie kommen dann zu einer Strassenverengung, wo sich dann ein kleiner Platz mit einer Linde und der Lindenwirt befindet. Da biegen Sie links ab Richtung Norden bis an das Ende, wo Sie dann die Richtung nach Links zur Kirche Saak einschlagen.
Durch den Umbau der Schule ist die andere Zufahrt blockiert.