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KeramiK

5 Positionen aus Österreich und Frankreich

GALERIE STEINEK
 08.03. - 15.04.2017

 

Vernissage: am Dienstag, den 7. März 2017, um 19:00 Uhr

 

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Jessica Lajard, Somewhere Where the Grass is Greener, 2015, biscuit and glazed ceramics © Lajard

Jessica Lajard
Barbara Reisinger
Jeanne Susplugas
Elmar Trenkwalder
Gerold Tusch
kuratiert von Dietgard Grimmer

Das Gemeinsame dieser Ausstellung ist das Material, alle Arbeiten sind aus Ton geschaffen. Die verschiedenen Objekte aus Keramik, Porzellan und Ergänzungen aus Textilem oder Holz sind alles Unikate, direkt von den Künstlern und Künstlerinnen geschaffen. Alle fünf arbeiten vorwiegend mit Keramik, beherrschen den komplizierten und langwierigen Produktionsprozess, haben jeweils ihre eigenen Raffinessen und Spezialitäten entwickelt. Ton, in allen Formen, ist ein faszinierender Werkstoff. Eigentlich ist es eines der ältesten Medien, mit denen der Mensch Gebrauchsgegenstände und Kunst geschaffen hat. In der Technik werden heute immer mehr Details, die besonders widerstandsfähig sein müssen, aus Keramik produziert.

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Barbara Reisinger, Studien zu Giorgio Morandi 3, Installation nach einem Stillleben von 1939, 2006 - 2008, 50 x 71 x 46 cm © Reisinger

Zu den Künstlerinnen und Künstlern und ihren ausgestellten Arbeiten:
Jessica Lajard, 1985 in Frankreich geboren, lebt und arbeitet im Norden von Paris. Sie studierte Keramik in London, Paris und Limoges. Die Künstlerin zeigt eine vielteilige Installation; ein kleiner Raum mit Blumen, eine Gießkanne, ein Hund und einige zweideutige Objekte, alles ist aus Keramik. Einige Teile liegen auf kleinen Holztischen, einer Couch oder einem winzigen Teppich.

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Jeanne Susplugas, Nature Morte, 2016, céramique, échelle 1 © Jeanne Susplugas

Die 1955 in Schwäbisch Gmünd geborene, in Salzburg lebende Keramik-Künstlerin Barbara Reisinger hat in Linz und Amsterdam studiert. Seit 1984 hat sie einen Lehrauftrag für Keramik an der Universität Mozarteum in Salzburg. In ihrem umfangreichen Werk hat sich Barbara Reisinger immer wieder mit der klassischen Form von Vasen und Gefäßen beschäftigt. Einige der allen bekannten Stillleben von Giorgio Morandi hat sie in Keramik, dreidimensional nachgebaut. Die Krüge und Flaschen werden bei Barbara Reisinger in tiefen Holzkästen, wieder wie ein Bild präsentiert. Dazu zeigt sie zwei Vasen-Objekte, aus denen Hunde-Porträts hervortreten.

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Trenkwalder Elmar, WVZ 325 S TRE 2016, Steinzeug, 6-teilig , 213 x 143 x 41 cm © Trenkwalder

Jeanne Susplugas wurde in Montpellier geboren und lebt in Paris. Sie bevorzugt alltägliche Materialien, wie z. B. Medikamentenverpackungen, Neons, Marmor oder Keramik. In dieser Ausstellung ist die Künstlerin mit zwei weißen Schalen-Objekte mit skurrilem Inhalt vertreten.

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Gerold Tusch, framing, 2011, Keramik, glasiert, 250 x 200 cm © Tusch

Der in Innsbruck lebende und arbeitende Elmar Trenkwalder wurde 1959 geboren; er studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit Ende der achtziger Jahre schuf er ein umfangreiches keramisches Werk, auch sehr monumentale, aus vielen Einzelteilen bestehende Skulpturen. Trenkwalder zeigt eigene Zeichnungen, für die er Rahmen-Objekte aus Keramik geschaffen hat, und eine mehrteilige Bodenarbeit, in der alle Elemente von Architektur, Körperlichkeit und Vegetation vereint sind.

Gerold Tusch stammt aus Kärnten (1969 geboren), er studierte an der Hochschule Mozarteum und, wie Barbara Reisinger, an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam. Von Anfang an war Keramik sein bevorzugtes Medium, das manchmal zum Beispiel mit textilen Materialien, wie in den beiden schwarz glasierten Prunkvasen, kombiniert wird. Gerold Tusch zeigt außerdem eine Wandarbeit, die aus vielen, exakt aneinander montierten Einzelteilen besteht. Barocke und auch klassische Einflüsse werden vom Künstler verarbeitet und variiert.

Dietgard Grimmer, 2017