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Michał Budny

The Song of Skull

GALERIE nächst ST STEPHAN
 28.06. - 26.08.2017


Vernissage: am Dienstag, dem 27. Juni 2017, um 19:00 Uhr



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Raum 1
The Song of Skull I, 2017
Karbonstahl
260 x 180 x 180 cm
The Song of Skull II, 2017
Karbonstahl
310 x 240 x 240 cm
Foto © Markus Wörgötter

One can think of a skull as a home, a place of isolation. How interesting it would be to inhabit somebody's head, to find a shelter for our own head in the head of somebody else.  Michał Budny

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Raum 2
At Home, 2017
Karton, Farbe
35 x 310 x 310 cm
Masks, 2017
Gummi, Papier, Plastikfolie, Klebeband, Farbe, Seife
5-teilig
15,7 x Ø 16,5 cm, 20,7 x 29,4 cm, 16 x 42 x 29 cm,
3 x 38,5 x 29,5 cm, 9,5 x 17 x 10 cm
Foto © Markus Wörgötter

 
Michał Budny versteht einen Schädel als Resonanzkörper, als eine Art Stimmgabel, als Speicher oder Empfänger unterschiedlicher Vibrationen. Wie in einer leeren Muschel herrscht in ihm ein ständiges Rauschen, er ist, weil ihm die Augen fehlen, auf andere Sinne angewiesen, vor allem auf Rhythmus und Töne, die sich in seinem Inneren aufeinanderschichten und ein ungreifbares Bild im Inneren, vor den Augen der Seele, herstellen.

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Raum 3
8, 2017
Karbonstahl, Rost
225 x 100 x 100 cm
Foto © Markus Wörgötter

 
Die Werke von Budny stellen neue Wahrnehmungsmöglichkeiten her, flüchtige Transparenzen und labile Prozesse der Empfindung. Sie können sich als Bilder oder räumliche Installationen gestalten und veränderliches Licht und Schatten einbeziehen. In seiner neuen Ausstellung tragen die Räume Titel wie „Hymne auf den Weg“, „Hymne auf das Zuhause“, „Hymne auf den Anfang“, seine Werke sind also tonale Fügungen mit lobpreisendem Charakter. Doch das Gepriesene bleibt schwer greifbar und befindet sich im Resonanzraum des Schädels stets im Zustand des Übergangs. Die abstrakten Objekte, ob aus Papier, Karton, Holz oder Metall, sind Andeutungen und entziehen sich bewusst der Eindeutigkeit. In ihrer verführerischen Leichtigkeit, gepaart mit formaler Strenge, sind sie Auslöser von inneren Schwingungen, ihre karge, scheinbar ausdrucklose Materialität bestimmt wesentlich ihre Präsenz.

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Entry I, 2017
Karbonstahl, Faden
43 x 102 x 102 cm
Foto © Markus Wörgötter

 
In „The Song of Skull“ sind die Werke Organismen aus voneinander abhängigen Teilen. Sie führen eine halbmaterielle, delikate Existenz und scheinen ein unzugängliches Eigenleben zu führen. Allerdings sind sie in ihrer Beziehung zum Betrachter im Raum ein möglicher Funke, der vertraute und fremde Erinnerungen in Zeitschleifen aktiviert.