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Andreas Werner

Through The Deep Black Void

Krinzinger Schottenfeld
 16.12.2021 - 12.02.2022

Soft Opening: 16. Dezember 2021 17-21 Uhr

Unter dem Titel „Throught the deep black Void“ zeigt die Galerie Krinzinger Schottenfeld eine Einzelausstellung von Andreas Werner, der seit 2015 von der Galerie vertreten wird.

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Andreas Werner, "Deeper than you expected IV“, 2021, graphite and pencil on paper, 107 x 77 cm, courtesy Krinzinger Schottenfeld and the artist, photo: Peter Hoiß

Ergänzend zur grossen Einzelausstellung in der Kunsthalle Krems zeigen wir zuletzt entstandene farbige Malereien auf Holz aus der Serie der Raumrouten. Andreas Werner zeigt ebenfalls eine überdimensionale Papierarbeit die raumspezifisch Vorort entstanden ist und unter der Serie „Galaktal“ einzuordnen ist.

Die Landschaft spielt in Andreas Werners grafischen Arbeiten der letzten Jahre eine zentrale Rolle. Der 1984 in der DDR geborene Künstler sieht sich als Romantiker des neuen Jahrtausends, transferiert das utopisch-atmosphärische Klima von Natur und Landschaft vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart.

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Andreas Werner, "Through the glimmering lights II", 2020, Bleistift und Graphit auf Papier, 70 x 50 cm, courtesy Krinzinger Schottenfeld and the artist, photo: Peter Hoiß

Initialzündung war Werners Begegnung mit Caspar David Friedrichs ikonischem Landschaftsbild Das Eismeer mit dem Zusatztitel Die gescheiterte Hoffnung in der Hamburger Kunsthalle. Werner interpretiert und modernisiert Friedrichs Eislandschaft in den Serien Eisberg, Landscape und Vastness als kompakte, kleinformatige, zeichnerische Arbeiten, die 2011 und 2012 entstanden. Letztere war auch Titel für Werners Diplomausstellung auf der Akademie der bildenden Künste Wien im Jahr 2012. Zum Teil fasst der Künstler die aus dem Wasser ragenden Eisblöcke zu plastischen Gebilden, zum Teil reduziert er sie auf ihre Silhouette, Himmel und Wasser werden minimalisiert. Die konstruierten Landschaftsbilder werden dabei zu „Denk- und Gefühlsräumen“ laut Werner. Er arrangiert sie in dynamisch installierte Blöcke an der Wand, wo sie miteinander kommunizieren und „narrative Assoziationsstränge“ erzeugen.

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Andreas Werner, "The future lies with what's affirmed from under II", 2020, Bleistift und Tusche auf Papier, 50 x 35 cm, courtesy Krinzinger Schottenfeld and the artist, photo: Peter Hoiß

Zu Werners jüngeren Arbeiten zählen großformatige, grafitschwarze Raketenobjekte, die sich allerdings bei näherer Betrachtung als hybride Konstruktionen aus Raketen, Robotern, Möbelstücken oder Tempelanlagen erweisen. Als pseudowissenschaftliche Beigabe werden sie gemeinsam mit Vermessungen der Galaxie, den Raumrouten, präsentiert. 2019 waren diese Arbeiten bereits in der Gruppenausstellung Ticket to the Moon in der Kunsthalle Krems zu sehen.

Florian Steininger (Direktor Kunsthalle Krems) Im Rahmen des Programms AIR – ARTIST IN RESIDENCE der Galerie Krinzinger wurde er zu Residencies in Ungarn und Kroatien eingeladen. Es freut uns ausgesprochen, dass Andreas Werner für das Jahr 2022 das Österreichische Staatsstipendium für bildende Kunst erhielt. Werner lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.

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Andreas Werner, "Raumroute 21", 2021, Grundierung und Acryl auf Holz, 100 x 80 cm, courtesy Krinzinger Schottenfeld and the artist, photo: Peter Hoiß

Sammlungen: Sammlung Strabag, Sammlung der Republik Österreich, 21er Haus / Universalmuseum Joanneum / Neue Galerie Graz / Sammlung und Artothek Land Niederösterreich / Sammlung und Artothek der Stadt Wien / Imago Mundi collection – Luciano Benetton Collection (I) Sammlung Museum Lapidarium /Rigo Gallery, Novigrad (HRV) Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien / Sammlung für internationale zeitgenössische Kunst der Stadt Budapest (HUN) / Sammlung Hilger / Sammlung Galerie Schloss Parz / Sammlung Meckleburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow, Wismar (D) / Sammlung Johann-Friedrich- Danneil-Museum Salzwedel (D) Sammlung der Grafik-Triennale Krakau (PL) Mumok Bibliothek, Wien