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Jakob Gasteiger
Clemens Wolf

GALERIE GÖLLES
 17.03. - 26.04.2019

 

Vernissage: am Samstag, dem 16. März 2019, 15 Uhr
Zur Eröffnung spricht Roman Grabner, Universalmuseum Joanneum Graz

 
bild

Jakob Gasteiger, ohne Titel, 2019
Acryl auf Leinwand, 80x60cm (Detail)
Clemens Wolf, Parachute Painting (green/black), 2017
Epoxy-Harz auf Hauptfallschirm, 120 x 90 cm (Detail)

JAKOB GASTEIGER

*1953 in Salzburg, studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Salzburg.

Als Grenzgänger ist Jakob Gasteiger an den Regionen zwischen Malerei, Zeichnung und Skulptur interessiert, die er durch Überspielung und Verwischung ihrer Grenzen zu einer Selbstüberprüfung zwingt. Zwar hat er die Frage, ob er Maler sei und ob das, was er mache, Bilder seien, bejaht, denn für die meisten seiner Werke seien die Vereinbarungen für ein Bild erfüllt – Farbe auf einer rechteckigen Leinwand, die an die Wand gehängt wird. Eine besondere Eigenschaft seiner Werke ist gerade, dass sie die traditionellen Bestimmungen der Malerei auch überschreiten. Gasteiger arbeitet überschneidend an den Medien und hebt sie auf, führt das unterschiedliche in seinen Werken zusammen. Er zeigt, dass ein Bild nicht allein durch eine mit einem Pinsel aufgetragene Farbe entsteht, eine Zeichnung nicht nur durch eine Linie auf einer Fläche, eine Skulptur nicht nur durch einen Körper im Raum. Er verschiebt und erweitert die Identitäten. Aus der offen gehaltenen Frage nach den Übergängen zwischen Fläche und Raum, Materiellem und Immateriellem, nach der Gleichzeitigkeit spezifischer Qualitäten von Bild, Zeichnung und Objekt in der Integrität eines Werkes entsteht die Lebendigkeit und Bewegung der Arbeit Gasteigers. Aus dieser intellektuellen Präzision und konzeptionellen Askese ist in den letzten 30 Jahren das umfangreiche Werk von Jakob Gasteiger entstanden.

Gasteiger war in über 300 Einzel- und Ausstellungsbeteiligungen in Belgien, USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien oder auch Japan vertreten.

Arbeiten von Jakob Gasteiger wurden 2013 beim Personal Structures-Projekt bei der 55. Biennale in Venedig ausgestellt.

CLEMENS WOLF

*1981 in Wien, studierte Malerei bei Ursula Hübner an der Kunstuniversität Linz.

In seiner künstlerischen Arbeit beschäftigt er sich mit dem Festhalten unreproduzierbarer Momente. Am Anfang dieser Auseinandersetzung standen der urbane Raum mit seinen Ruinen und Zäunen. Die Schönheit von Verfall und dem Vergänglichen hielt Wolf in großformatigen, monochromen Landschaftsmalereien fest.

In seinen neueren Arbeiten hat der Künstler die Abbildung gegen das Material getauscht. In der Werkserie der „Parachute Works“, die aus Malereien, Objekten, Zeichnungen und Skulpturen besteht, verwendet der Künstler ausgemusterte Haupt- und Reservefallschirme, die er auf der Leinwand an der Wand oder im Raum zu Faltenwürfen arrangiert und mit eingefärbtem Epoxy-Harz einfriert. Die Falte ist für Wolf hier Sinnbild des Vergänglichen und Unreproduzierbaren. Auch in der Serie der „Expanded Metal Paintings“ wird das Material in den Vordergrund gerückt. Wolf verwendet für diese Malereien Streckmetall als Pinsel und kreiert damit abstrakte Malerei. Der unwiederbringbare Moment findet sich hier im expressiven Malprozess wieder. Die Frage nach Gegenständlichkeit und Abstraktion spielt in beiden Werkgruppen eine zentrale Rolle.

Wolf hatte bereits Ausstellungen in China, der Schweiz, Frankreich, Deutschland, der USA oder auch Israel, wird von mehreren Galerien international vertreten und ist Teil namhafter Sammlungen wie der des Albertina Museums.